Stützen in meinem Leben

Jeder Mensch sollte mehrere Stützen in seinem Leben haben. Wenn man Stützen hat, ist das Leben in meinen Augen leichter und schöner. Auch wenn es sich meistens um Menschen handelt, die einem als Stütze dienen, gibt es auch noch andere.

Was ist eine Stütze?

Mit einer Stütze ist jemand oder etwas gemeint, was dich stützt. Oft sind die besten Freunde eine Stütze. Wenn man fällt, fangen sie einen auf und helfen einem wieder auf die Beine. Genauso gut kann ein Familienmitglied wie zum Beispiel die Mutter oder der Vater eine Stütze sein. Es geht natürlich auch beides.

Rein theoretisch gesehen könnte auch ein Tier deine Stütze sein. Dieses Tier kann dich wohl nicht mit Sprüchen oder so wiederaufbauen. Es sei denn, es ist ein Papagei. Aber Tiere haben oft sowieso schon ein Gespür dafür, ob es jemandem schlecht geht. Sie probieren dann trotzdem, einem irgendwie wieder gute Laune zu bereiten.

Hunde sind auch so. Ich habe schon mehrere Erfahrungen mit Hunden gemacht, die es dann etwas übertrieben haben. Mir ist noch kein Hund begegnet, der mich nicht mag. Ich war auch mal bei einem Freund, der einen Hund hat und ich bekam einen Anfall. Am Ende saß der Hund mit allen vier Pfoten auf meinem Schoß und wollte nicht mehr runter von mir. Das war allerdings kein kleiner Mops oder so. Der Hund war etwas größer. Oder mir lief ein Hund auch mal die ganze Zeit hinterher. Egal wo ich war, der Hund war auch da. Wenn ich eine Tür hinter mir verschlossen habe, saß der Hund vor der Tür und wartete auf mich. Katzen merken sowas aber zum Beispiel auch. Die zeigen das bloß meistens etwas anders als Hunde. Hunde sind meistens eher aufdringlich und Katzen sind bei dem Thema meistens etwas ruhiger. Ausnahmen gibt es aber natürlich immer.

Eine Stütze muss aber nicht lebendig sein. Es kann genauso gut ein Hobby sein. Viele die eine psychische Krankheit haben, sind recht kreativ. Sie verlieren sich oft, wenn sie zum Beispiel malen oder zeichnen. Andere schreiben lieber etwas. Das kann eine Geschichte sein, eine Kurzgeschichte, ein Gedicht, einfach die Gedanken oder sogar ein Lied. Damit kommen wir auch direkt zum nächsten Hobby. Es gibt auch Musiker. Wenn sie zum Beispiel anfangen auf ihrem Klavier die Tasten runterzudrücken oder an der Gitarre ihre Finger über die Saiten gleiten lassen, verlieren sie sich in eine andere Welt. In dieser Welt können sie die Person sein, die sie sein wollen und einfach leben. Das unterstützt einen und baut einen auf. Es holt einen sanft zurück auf den Boden oder stellt jemanden wieder auf.

Meine Stützen

Meine Stützen sind auch nicht nur Menschen. Menschen sind die beste Stütze in meinen Augen, aber Menschen kommen und gehen. Es kann immer wieder passieren, dass eine Stütze wegfällt. Es könnte sein, dass man sich zum Beispiel mit dem besten Freund gestritten hat. Dann ist die Stütze im schlimmsten Fall weg. Man könnte sich von seinem Partner trennen oder der Partner trennt sich von einem. Schon wieder eine Stütze weg. Vielleicht wird eine Person, die eine Stütze für dich war, plötzlich schwer krank und kann dir nicht helfen oder im schlimmsten Fall stirbt eine deiner Stützen. Plötzlich sind mal eben drei Stützen weg. Aus diesem Grund sollte man auch mehrere Stützen haben. So kann immer mal wieder eine Stütze wegfallen ohne, dass alles zusammenfällt.

Meine größte und wertvollste Stütze habe ich schon mein Leben lang. Damit meine ich eine unbezahlbare und wundervolle Frau. Sie ist wirklich eine starke Persönlichkeit. Ob sie es glaubt oder nicht. Für mich ist sie eine Heldin. Sie hat mich nie im Stich gelassen und wenn ich was wirklich wollte, hat sie mich immer unterstützt. Sie hat mich auch mal hinfallen lassen, aber sie hat mir immer ihre Hand gereicht, um mir wieder auf die Beine zu helfen. Allerdings denke ich jeden Tag an sie und ich wüsste nicht, was ich ohne sie machen würde.

Ohne sie wäre ich sicherlich nicht mehr hier und ich wäre auch nicht so stark, wie ich es jetzt bin. Sie hatte es nie leicht mit mir, aber trotzdem blieb sie immer an meiner Seite. Ich habe so viel von ihr gelernt. Ohne sie wäre ich nicht so selbstständig wie ich es bin und könnte mit der Krankheit nicht so umgehen. Ich kann und will mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen. Ich bin ihr für alles so unglaublich dankbar. Das kann man nicht in Worte fassen.

Dann bleiben wir jetzt nochmal bei meinen menschlichen Stützen. Dazu gehören nämlich natürlich auch meine besten Freunde. Auch wenn ich nicht zu allen dauerhaft Kontakt habe, sind sie immer für mich da und ich natürlich auch für sie. Wir stützen uns gegenseitig. Ohne sie hätte ich den Boden unter meinen Füßen wohl auch schon verloren. Wenn ich sie nicht hätte, würde es mir wohl auch nicht so gut gehen. Klar lernt man immer wieder Menschen kennen, die einen unterstützen. Oft gehen diese Menschen irgendwann wieder. Natürlich ist das nicht immer der Fall. Ich habe auch Freunde, die bleiben und die mich stützen. Allgemein stützen mich meine Freundschaften. Das sind Menschen, die mich so mögen und respektieren, wie ich bin.

Eine weitere Stütze ist für mich die Musik. Musik kann so viele Emotionen hervorrufen und auch irgendwie etwas kontrollieren. Die Musik kann mir helfen, weiter in einen depressiven Anfall zu rutschen, um mal alles herauszulassen. Sie kann mich allerdings auch aufbauen. Musik ist und bleibt ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens. Das kommt vielleicht auch daher, dass ich stille nicht vertrage. Wenn es zu lange ruhig ist, drehe ich irgendwann durch. Bei mir läuft immer irgendwas und wenn das einfach bloß ein bisschen instrumental Musik ist, die im Hintergrund läuft, während ich diesen Beitrag schreibe.

Im Allgemeinen hilft es mir, kreativ zu sein. Ich zeichne auch gerne mal. Das ist beruhigend und man kann seine Emotionen darin Wiederspiegeln. Mit Zeichnungen kann man seinen Gefühlen auch mehr Ausdruck verleihen. Ich bin nicht gerade die beste Zeichnerin, aber wenn ich wirklich Lust habe, was zu zeichnen, bekomme ich es immerhin so hin, dass man es erkennen kann. Und eigentlich reicht es schon, wenn ich weiß, was ich damit ausdrücken möchte.

Schreiben hilft mir auch sehr. Ich schreibe alles Mögliche. Ich bin seit Jahren an einer längeren Geschichte dran. Habe allerdings auch schon Kurzgeschichten geschrieben und Gedichte. Ich habe sogar mal probiert einen Song zu schreiben. Früher habe ich nämlich sowohl Keyboard als auch Gitarre gespielt. Beides habe ich leider aus den Augen verloren. Manchmal reicht es mir auch, wenn ich meine Gedanken aufschreibe. Dann öffne ich zum Beispiel ein Schreibprogramm und schreibe alles auf, was mir in den Kopf kommt. Ich tippe einfach, ohne nachzudenken. Ich achte dann nicht auf die Rechtschreibung oder die Grammatik. Einfach nur schreiben. Wenn ihr das noch nie ausprobiert habt, solltet ihr das mal tun. Das ist wirklich sehr befreiend und ist eine super Stütze.

Zum Schluss habe ich noch eine Stütze, welche mit meinen Gedanken zu tun hat. Ich meine damit meine Glaubenssätze. Früher hatte ich eigentlich nur negative Glaubenssätze. Dann habe ich mich aber hingesetzt und an denen gearbeitet. Ich habe sie verändert. Aus den negativen Glaubenssätzen, die mich unbewusst immer weiter nach unten gedrückt hatte, habe ich positive Glaubenssätze gemacht, die mich aufrecht halten. Wenn man so viel Leid durchlebt hat, sieht man schnell nur noch die negativen Sachen in der Welt. Es gibt aber auch so viel Schönes in unserer Welt. In jeder noch so schlimmen Sache steckt auch etwas Positives. Man muss es bloß finden. Wenn man das schafft, sieht die ganze Welt ganz anders aus. Aber seid vorsichtig. Ihr solltet nicht NUR das Positive sehen. Man muss eine gute Mischung aus dem Negativen und dem Positiven finden. Meine Glaubenssätze sind also im Prinzip eine unbewusste Stütze für mich.

Mein Fazit

Früher hatte ich nicht wirklich viele Stützen. Dadurch hatte ich immer panische Angst davor, eine zu verlieren. Wenn ich eine verloren hätte, wäre alles zusammengestürzt. Beziehungsweise waren mir meine Stützen nicht so bewusst. Werdet euch euren Stützen bewusst. Jeder hat irgendwo seine Stützen. Ich bin jeder einzelnen Stütze unglaublich dankbar dafür, dass sie existiert. Stützen helfen einem auch dabei, stärker zu werden. Sie helfen einem dabei, sein Leben zu leben und nicht nur für andere zu existieren. Mittlerweile bin ich mit meinen sehr zufrieden und ich kann mir keine besseren Stützen wünschen. Was habt ihr für Stützen? Und habt ihr Glaubenssätze?

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