Achterbahnfahrt der Gedanken und Gefühle

Ich weiß nicht genau, wo und wie ich anfangen soll. Eigentlich fahre ich gerne Achterbahn, weil ich diesen Adrenalinkick liebe, aber eine Achterbahnfahrt der Gedanken und Gefühle ist hingegen nicht besonders witzig. Es zerrt an den Nerven. Erst ist alles gut. Dann falle ich in ein Tief, aus dem ich nicht so schnell wieder herausgekommen bin. Nach ein paar Wochen habe ich es dann doch endlich geschafft, nachdem ich vorher noch viel tiefer gefallen bin und zur Klinge gegriffen habe. Ein Bekannter kam vorbei und wir haben uns unterhalten. Er hat nicht viel gesagt, aber er hat zugehört und das tat mir sehr gut. Das war wohl genau das, was ich gebraucht hatte. Wir kamen dann auch auf das Thema „Selbstbewusstsein“. Ich bin nach außen hin viel taffer als ich es innerlich bin. Er sagte mir, dass ich ruhig selbstbewusster sein kann.

Ich habe dann kurz darüber nachgedacht. Er hatte recht. So Scheiße bin ich eigentlich gar nicht und ich muss aufhören, mich immer klein zureden. Das hilft weder mir noch meinen Mitmenschen. Eher mache ich damit alles kaputt und nur noch schlimmer. Durch die Unterhaltung habe ich viel Kraft bekommen und kam aus dem Tief wieder heraus. Mir geht es immer noch nicht wirklich gut, aber schon viel besser. Ich habe meinen Haushalt besser in den Griff bekommen und ich mache sogar ab und zu wieder Sport, was mir auch hilft.

Ein paar Aufgaben, die ich schon seit längerem vor mir herschiebe, habe ich endlich erledigt oder habe sie zumindest begonnen. Das motiviert mich dann auch wieder, um weiterzumachen. Allerdings habe ich immer noch das Problem mit dem Essen. Ich bekomme nicht wirklich was runter. Wenn ich probiere zu essen, wird mir schlecht. Ich habe dadurch auch etwas abgenommen, aber echt nicht viel. Trotzdem mache ich mir Sorgen darum.

Vor zwei Tagen habe ich jemanden per Zufall etwas kennengelernt. Er hat mir direkt am ersten Tag einen Film vorgestellt und meinte, dass ich den unbedingt mal gucken sollte. Gesagt, getan. Anfangs war ich nicht so ganz überzeugt, weil ich sowas normalerweise nicht gucke. Mir wurde allerdings berichtet, dass dieser Film mein Leben verändern wird. Deswegen habe ich dem Film eine Chance gegeben. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich jetzt sagen würde, dass der Film mein Leben verändert hat, aber er hat mich inspiriert. Der Film hat mich an einiges zurückdenken lassen. An Sachen, die mir passiert sind. Und an Glaubenssätze, die ich mir mal aneignen wollte.

Der Film hat mir gezeigt, dass man alles schaffen kann, wenn man es wirklich will und daran glaubt. Dabei ist es egal, ob es um Beziehungen, Berufe, Freunde, Vermögen, Gesundheit oder das eigene Wohlbefinden geht. Alles was uns passiert, liegt in unseren eigenen Händen. Wir steuern das, was uns passiert. Wenn wir negativ denken und fühlen, passieren uns unschöne Dinge. Denken und fühlen wir aber positiv, passieren uns schöne Dinge. Es ist nicht immer für alle so einfach, ausschließlich positiv zu denken. Das müssen wir aber auch nicht. Denn ein positiver Gedanke oder ein positives Gefühl ist viel stärker als ein negativer Gedanke oder ein negatives Gefühl.

Wenn ich jetzt über den Film nachdenke und dann darüber, wie es in den letzten Tagen bei mir lief, sollte man denken, dass ich gerade auf dem Weg in ein positives Leben bin. Eigentlich ist auch alles gut. Ich habe Freunde, die für mich da sind und für die ich unendlich dankbar bin. Die mir schreiben, dass ich daran denken soll, dass ich nie alleine bin. Eigentlich lief gerade alles recht gut. Und trotzdem fing ich gerade aus dem Nichts an zu weinen und ich weiß nicht warum. Diese Unwissenheit macht mich einfach fertig. Ich verstehe es so oft einfach nicht, wieso ich weine. Es ist nichts passiert. Mir geht es wirklich recht gut. Ich hatte keinen negativen Gedanken. Und trotzdem sitze ich jetzt wieder hier und weine und dröhne mir die Ohren mit Musik zu. Ich will, dass es aufhört. Jetzt!

Ich wackel hier herum und weiß nicht wirklich, was mein Körper für bewegen macht. Die machen einfach keinen Sinn. So wie das Ganze hier gerade. Es macht mich irgendwie gerade sehr nervös. Ich weiß auch nicht wieso. Es ist anders als sonst. Irgendwas schreit „renn!“ in meinem Kopf. Das Problem dabei ist, dass ich nicht vor mir weglaufen kann. Ich würde gerade sofort vor mir wegrennen, wenn ich es könnte. Irgendwie fühlt es sich etwas so an, als ob ich mich vor mir selber ekele. Das Gefühl kenne ich so noch nicht, aber ich weiß, dass es mir nicht gefällt. Es macht mich hibbelig. Es soll aufhören! Das ganze hilft mir hier gerade nicht. Ich muss raus in die Natur und mich wieder abreagieren. Die Natur ist beruhigend. Das wird mir helfen. Und währenddessen bete ich, dass dieses Gefühl nie wiederkommt. Ich kann es nicht beschreiben. Es ist einfach anders als sonst.

Da ist wieder diese Achterbahnfahrt. Als ich anfing zu schreiben, ging es mir schlecht. Zwischendurch ging es mir wieder gut und jetzt geht es mir wieder nicht so gut. Es ist nicht immer spannend und interessant, wenn das Leben eine Achterbahnfahrt ist.

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