Warum bin ich so antriebslos?

Hallo zusammen, endlich melde ich mich auch mal wieder zu Wort. In letzter Zeit geht einiges drunter und drüber und vieles ist passiert und wird noch passieren. Eigentlich sollte es mir immer besser und besser gehen, weil einiges in meinem Leben vorwärtsgeht. Davon merke ich in den letzten Wochen allerdings leider sehr wenig. Es wird momentan eher schlechter. Ich verliere immer mehr den Spaß am Leben. Wenn ich ein paar Wochen zurück in die Vergangenheit blicke, sehe ich eine glückliche, junge Frau mit viel Antrieb und Spaß am Leben. Gucke ich jetzt in den Spiegel, sehe ich eine junge Frau, die das Lächeln etwas verlernt hat und keine Lust auf irgendetwas hat.

Ich schlage mich Tag für Tag durchs Leben. Wenn ich aufwache, bekomme ich mich nicht aus dem Bett, obwohl ich genug zu tun hätte und ich Gründe dafür hätte, um aufzustehen. Anfangs konnte ich trotzdem immer wieder meinen Schweinehund überwinden, aber mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich zu schwach dafür bin.

Ich habe mir schon (verhältnisweise) lange keine Schmerzen mehr zugefügt. Allerdings wird der Drang dazu immer stärker. Gerne würde ich mal wieder alles herauslassen können, allerdings möchte ich das wiederum auch nicht, weil ich andere Menschen damit verletze und das möchte ich nicht. Ich stehe sozusagen genau an der Kante einer Klippe und weiß nicht, ob ich stehenbleiben soll oder springen soll. Bloß, dass bei mir das „springen“ nicht auf einen Suizid hindeuten soll, sondern „nur“ auf das Schmerzen zufügen.

Ich fühle mich wie das Seil beim Tauziehen. Hin- und hergerissen zwischen Schmerz und Vernunft. Komplett leer und ausgebrannt fühle ich mich. Es kommt mir so vor, als hätte ich alleine durch das wach werden schon meine komplette Energie für den Tag aufgebraucht. Ich muss unbedingt wieder an mir arbeiten, aber mir fehlt einfach die Motivation. So oft habe ich es schon getan und jedes Mal falle ich wieder in so ein Loch und muss mich aufraffen und von vorne anfangen. Das zerrt an der Kraft und den Nerven.

Immer wieder gehe ich einen Schritt nach vorne und dann kommt ein Schlag von vorne, der mich wieder zwei Schritte nach hinten schubst. Es fühlt sich manchmal so an, als ob es unmöglich wäre, dieses Rennen zu gewinnen. Trotzdem kämpfe ich aber weiter. Warum ich das tue? Ich habe keine Ahnung. Vielleicht, weil ich ein Sturkopf bin. Zumindest habe ich in meinem Leben schon oft gehört, dass ich einer bin. Ich bin keine, die gerne einfach aufgibt, wenn es noch nicht ganz verloren ist. Vielleicht stolpert mein Konkurrent über seine eigenen Füße und ich hole ihn ein. Das kann ich jetzt noch nicht sagen. Das Einzige, was ich mit Sicherheit sagen kann, ist, dass mein Konkurrent noch nicht über die Ziellinie gelaufen ist. Deswegen ist noch alles offen.

Wenn man vor einer Herausforderung steht, bekommt man oft zu hören, dass man nicht aufgeben soll. Das ist allerdings meistens leichter gesagt als getan. Sich einen Plan zu machen, ist einfach. Diesen Plan umzusetzen, kann allerdings ganz schön schwierig sein. Oft stellt man sich Sachen leichter vor als gedacht oder man plant zu wenig Zeit für eine Aufgabe ein. Dann hat man die eine Aufgabe noch nicht fertig, aber muss eigentlich schon mit der nächsten Aufgabe anfangen. Es kann auch immer sein, dass etwas oder jemand dazwischenkommt.

Nun gut. Ich muss jetzt weiterkämpfen, damit mein Konkurrent in dem Rennen, um das Leben, keinen noch größeren Vorsprung entwickelt. Denn ein Kampf ist erst verloren, wenn man aufgegeben hat.

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