Meine Rückkehr

Es kam hier länger kein neuer Beitrag von mir. Das tut mir wirklich sehr leid. Mir wurde das alles zu viel und ich fiel wieder in starke Depressionen und habe einfach nur probiert, die Zeit zu überstehen und dort wieder herauszukommen. Es war ein anstrengender Kampf und manchmal dachte ich, dass ich es geschafft hätte, aber dann war es leider doch nicht so. Manchmal trügt einen der Schein. Das ist aber noch lange kein Grund, alles aufzugeben. Wie man so schön sagt: „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“! Ich freue mich sehr über meine Rückkehr und bin gespannt, wie es weitergeht.

Wie ihr vielleicht wisst, hatte ich Anfang November einen schlimmen Anfall. Der hat mich in die Depression geschubst. Nach dem Anfall kamen nur noch zwei Beiträge von mir und die nicht wirklich regelmäßig. Ich hatte einfach keine Kraft dafür und wusste auch nicht, was ich schreiben sollte. Mein Kopf war leer und überfüllt zugleich.

Dann kam auch noch der Dezember. Das ist für mich der schlimmste Monat im Jahr. Dieses Schauspielern von den meisten Menschen kann ich nicht ab. In der Weihnachtszeit mag plötzlich wieder jeder jeden und alles ist schön. Nach Weihnachten, ist alles wieder beim Alten. Dezember ist für mich ein Monat für Schauspieler und für Geschäfte. Das ist aber nur meine Meinung. Es gibt viele, die den Dezember mögen. Das dürfen sie auch gerne tun.

Und am Ende kommt dann Silvester. Dann ist alles vorbei. Egal wo ich dann bin, ich bekomme einen Anfall und/ oder breche zusammen. Bis das Feuerwerk startet, ist noch alles gut. Das Feuerwerk triggert mich aber irgendwie. Ich kann allerdings nicht genau sagen, wieso das so ist. Das passiert nämlich bei jedem Feuerwerk. Auch mitten im Jahr. Dieses Jahr war es dann wieder so. Ich dachte eigentlich, dass ich es recht gut im Griff hätte, aber dann bin ich doch zusammengebrochen. Das Zittern und Weinen hatte ich nicht mehr unter Kontrolle und jegliche schlechten Erinnerungen liefen wie ein zusammengeschnittener Film vor meinem Auge und wiederholte sich und wiederholte sich.

Als das neue Jahr dann endlich anfing, dachte ich mir, dass ich jetzt wieder eine neue Chance habe. Die Rückkehr in den Kampf, um ein schönes Leben, steht vor der Tür. Ich habe jetzt schon vor einem guten Jahr die Diagnose bekomme und bin immer noch nicht viel weiter. In Therapie bin ich immer noch nicht. Bisher halte ich mich selber mit immer wieder neuen Ideen über Wasser und kämpfe. Das ist allerdings keine Lösung. Ich brauche professionelle Hilfe und zudem muss ich psychisch stabil sein, wenn ich meine jetzige Zukunftsplanung umsetzen möchte.

Vor zwei Wochen hatte ich wieder einen schlimmeren Anfall und ich griff auch wieder zur Klinge. Darauf bin ich natürlich wieder nicht stolz, aber jetzt kann ich es nicht mehr ändern. Es bringt mich auch nicht weiter, mir Sorgen und Gedanken über Sachen zu machen, die ich nicht beeinflussen kann. Das betrifft sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart und die Zukunft. Das wäre bloß verschwendete Energie. Vor einer Woche habe ich dann angefangen, mir wieder neue Denkgewohnheiten anzueignen. Ich habe sofort gemerkt, dass es mir besser geht. Das war das, was ich gebraucht habe. Ich habe komplett verdrängt, dass ich so nicht mehr weiterleben wollte. Mein Leben gefällt mir nicht und ich bin die einzige, die es ändern kann. Wenn es mir nicht gefällt, muss ich etwas tun, damit es mir gefällt. Das tue ich jetzt. Man darf nie stehen bleiben, denn das Leben geht weiter.

Ich bin die einzige, die mich wirklich glücklich machen kann. Natürlich können äußere Umstände einen auch glücklich machen, aber man sollte immer bedenken: „Alles kommt einmal und alles geht einmal!“. Das klingt hart, aber es ist die Wahrheit. Der Wahrheit ins Gesicht zu gucken, kann schmerzhaft sein. Allerdings bin ich auch auf die Welt gekommen und ich werde irgendwann wieder gehen, aber ich bin immer bei mir. Ich kann also immer daran arbeiten, mich glücklich zu machen. Man kommt alleine auf die Welt und verlässt sie auch alleine wieder. Alles und jeder um einen herum, sind „nur“ Anbausteine an die eigene Basis. Das heißt aber nicht, dass man sich von allem und jedem abschotten soll. Die eigene Basis, braucht auch Stützen, die sie hält. Das Thema mit den Stützen hatte ich schon. Deswegen gehe ich darauf jetzt weiter ein.

Es sollte einem auch bewusst sein, dass das Leben eine einzige Veränderung ist. Alles und jeder verändert sich immer. Man verliert Sachen und Menschen, aber man gewinnt auch neue Sachen und Menschen. Wenn man etwas verliert, darf man nicht aufgeben, sondern muss weitergehen.

Ich merke gerade, wie meine Laune sich sofort wieder verbessert, während ich das hier schreibe. Ich glaube, dass die Rückkehr hier her, die richtige Entscheidung ist. Meine Gedanken und Emotionen drehen gerade durch. Ich habe es wirklich vermisst und ich habe total vergessen, wie gut es mir tut. Der erste Satz war etwas schwer, weil ich nicht wusste, wie ich anfangen soll. Nach ein paar Sätzen, schrieben meine Finger ganz von alleine. Es tut so gut, alles wieder einfach aufzuschreiben.

Das ist so befreiend. Ich lächle über mein ganzes Gesicht und höre dabei noch Techno und singe mit und wackle etwas hin und her. Die Euphorie ist auf jeden Fall echt. Ich kann es gar nicht richtig in Worte fassen, was das Ganze gerade in mir auslöst. Es scheint gerade alles endlich mal vorwärts zu gehen. Ich wünsche mir so sehr, dass es nicht wieder ins Leere läuft, sondern, dass ich jetzt vielleicht wirklich endlich mal Glück habe und die Chance bekomme, mein Leben wirklich zu leben und es zu genießen. Dafür ist das Leben schließlich da, oder nicht?

Eigentlich sollte das hier nur eine kurze Informierung werden. Ich habe mich scheinbar wieder einmal im Schreiben verloren und es wurde etwas länger als gedacht. Man kann halt nicht alles planen. Daran merke ich allerdings, dass es mir echt guttut und ich viel zum loswerden habe. Ich denke auch, dass ich noch nicht ganz fertig bin damit, aber für heute reicht es wohl erstmal.

Ich kann nichts versprechen, aber ich werde jetzt probieren wieder regelmäßiger neue Beiträge zu schreiben. Allerdings sollen die Beiträge aus meiner Leidenschaft heraus entstehen und nicht, weil jetzt wieder Montag ist oder so. Habt also bitte Verständnis dafür. Wenn ihr keinen Beitrag mehr verpassen wollt, könnt ihr meinen Blog einfach kostenlos abonnieren. Dann bekommt ihr immer eine Mail, wenn ein neuer Beitrag erschienen ist. Das ist natürlich nur freiwillig. Ihr müsst nichts machen, was ihr nicht wollt.

Vergiss nie: „Bleib niemals stehen, denn das Leben geht weiter!“

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4 Antworten zu Meine Rückkehr

  1. Katze ? sagt:

    Kein Stress, dir soll das alles hier doch Spaß machen und gut tun. Schreib wann Du es für richtig hältst und nicht weil irgendwas in dir sagt „du musst weil…“ und Druck auf baut. Alles ist okay so lange es dir dabei gut geht! ?

  2. Franz Radke sagt:

    Interessanter Artikel!

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